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Die Stifter

 
Nicole Scholl (Vorstand Bürgerstiftung Stuttgart und Stiftungsrat der Wolkenputzer Stiftung), Christine und Alexander Stein (Stifter) (v.l.)

Nicole Scholl (Vorstand Bürgerstiftung Stuttgart und Stiftungsrat der Wolkenputzer Stiftung), Christine und Alexander Stein (Stifter) (v.l.)

 

Alexander und Christine Stein gründen ihre eigene Stiftung und lassen diese als Treuhandstiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung Stuttgart verwalten.

Der gebürtige Stuttgarter und Inhaber des Gin Labels Monkey 47 und seine Frau Christine, Rechtsanwältin, haben mit uns über ihre Pläne gesprochen und uns unter anderem verraten, wie es der Wolkenputzer aus Amerika nach Stuttgart geschafft hat.

 

Intreview


 

Herzlich willkommen in der Bürgerstiftungs-Familie!
Warum eigentlich die Entscheidung, Stifter zu werden?

Alexander Stein:
Ich bin überzeugt davon, dass es im Leben besser ist, dort wo man kann sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Beruflich habe ich etwas gewagt, aber sicherlich auch Glück gehabt und möchten von diesem unternehmerischen Erfolg etwas zurückgeben.

Der Stiftungsgedanke begleitet uns dabei schon länger, denn neben der Arbeitswelt, in der wir uns sehr gerne bewegen, sehen wir natürlich auch andere Themen, die uns beschäftigen und interessieren.

 

Zum Beispiel?

Christine Stein:
Etwa wie der Alltag von Stuttgarter Kindern aus sozial schwachen Familien und Kinderheimen aussieht, denen der Zugang zu vielen Bildungs- und Kulturangeboten in der Stadt verwehrt bleibt.

Oft bleiben nicht nur persönliche Potenziale ungenutzt, es fehlen auch positive Erfahrungen und Erlebnisse, die für ein erfülltes Leben so wichtig sind und aus denen man rückblickend auch als Erwachsener Kraft und Selbstbewusstsein schöpfen kann. Konkret möchten wir den Kindern Einblicke in andere Welten ermöglichen, zu denen sie sonst keinen Zugang haben. Dies insbesondere im kulturellen, musischen und künstlerischen Bereich.

 

Welche konkreten Themen ergeben sich daraus für Ihre Stiftung?

Christine Stein:
Zum einen möchten wir Kindern Wünsche erfüllen - keine materiellen Wünsche wie Laptop, Lego oder Smartphone, sondern Erfahrungen, die ihr Leben bereichern und verschönern.

Dafür gibt es unsere Wunschmaschine, die es möglich macht, den Kindergeburtstag mit Freunden zu feiern, einen Tag in der Eiswelt zu verbringen oder die Kosten für Sport-/Kultur-/Musikangebote nicht tragen zu müssen.

Zum anderen gibt es die Förderung im Bereich Kultur und Bildung - wir nennen es Reise in andere Welten.

Hier arbeiten wir mit Stuttgarter Künstlern, Kreativen und Unternehmen zusammen, die vieles in unserer Stadt bewegen. Wir führen die Kinder in deren Welt, d.h. hinter die Kulissen der Oper, des Balletts oder anderer Institutionen und Unternehmen. Dabei ist es uns wichtig, den Blick der Kinder auf die Vielfalt der Welt zu öffnen, sie zu inspirieren, neue Wege zu gehen und ihre Kindheit durch diese Erfahrungen und Erlebnisse zu bereichern.

 

Werden Sie dabei auch als Person sichtbar sein oder halten Sie sich eher im Hintergrund?

Christine Stein:
Zunächst geht es uns um die Sache und dass am Ende die Kinder von unserer Förderung profitieren. Wir wissen aber auch, dass es heute ohne ein markantes Profil nicht möglich ist, die Aufmerksamkeit von Spendern und Unterstützern zu gewinnen. Deshalb präsentieren wir unsere Förderangebote mit einer eigens entwickelten Bildsprache, und geben damit gleichzeitig auch der Stiftung ein unverwechselbares Gesicht.

 

Alexander Stein:
Im öffentlichen Auftritt möchten wir mit der Stiftung vor allem zeigen, wie wir Kinder unterstützen und wir wollen dafür auch Mitstreiter in Stuttgart gewinnen. Wer sich zusammen mit uns engagiert und Geld und/oder Zeit spendet, kann zum Beispiel auf der Homepage der Stiftung mit seinem Beruf, seinem Hobby und seinem Engagement ganz authentisch vorgestellt werden.

Wir möchten uns also nicht als Stifter inszenieren, sondern zeigen, was mit dem Geld der Stiftung passiert und welche Menschen in Stuttgart etwas bewegen. Auf diesem Weg soll sichtbar werden, was alles in unserer Stadt steckt und was möglich ist. Letztendlich funktioniert eine Stiftung ja nicht ohne das Vertrauen in die Menschen und in deren Arbeit.

 

Ihre Stiftung trägt einen markanten Namen - was hat es denn mit dem Wolkenputzer auf sich?

Christine Stein:
Wir haben einige Zeit in den USA gelebt und uns dort in ein Bild mit dem Namen „Cloudsweaper“ (Wolkenputzer) verliebt. Das Bild zeigt ein kleines Männchen, das am Himmel mit einem Staubsauger die grauen Wolken saugt und wieder weiß zaubert. Uns gefiel der Gedanke, die positive Symbolik des Bildes auf unsere Stiftung bzw. die Kinder zu übertragen: die dunklen Wolken zu vertreiben und Freude zu schenken.

 

Und wie sind Sie mit der Wolkenputzer Stiftung am Ende bei der Bürgerstiftung gelandet?

Alexander Stein:
Wir waren zur Bürgerstiftungs-Matinee im Mercedes-Benz Museum eingeladen, auf der die Arbeit der Bürgerstiftung vorgestellt wurde und dachten uns, das klingt doch eigentlich nicht schlecht… Und da der Gedanke an eine Stiftung uns schon eine Weile begleitet, kam so eins zum anderen. Im weiteren Gespräch mit Helga Fabritius, die sich um Stifter- und Spender kümmert, wurden wir in unserem Gefühl bestärkt, mit der Bürgerstiftung den richtigen Partner für unsere Idee gefunden zu haben und dort gut aufgehoben zu sein.

 

Darüber sind wir sehr froh und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit –
vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg der Wolkenputzer Stiftung!