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Beteiligungsprozess der Leseohren mit Auftakt in der Robert Bosch Stiftung

Neuigkeiten

Beteiligungsprozess der Leseohren mit Auftakt in der Robert Bosch Stiftung

Jana Kegel

 

Die Leseohren platzen aus allen Nähten. Toll daran ist, dass dadurch viele Kinder in den Genuss des Vorlesens kommen. Gleichzeitig ist es für das hauptamtliche Team eine Herausforderung, die es zu meistern gilt. Mit einem Beteiligungsprozess unterstützt die Bürgerstiftung Stuttgart den Verein bei dessen organisatorischer Weiterentwicklung.

 

Über 550 ehrenamtliche VorlesepatInnen sind es mittlerweile, die Kindern in Stadtbibliotheken, Kindergärten, Grundschulen und anderen Trägern regelmäßig vorlesen. Ziel des gemeinnützigen Vereins Leseohren e.V. ist es, Kindern die Freude an der Sprache und am Buch zu vermitteln.

 
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Seit der Vereinsgründung im Jahr 2004 ist die Zahl der VorlesepatInnen stark gewachsen. Dem hauptamtlichen Team des Vereins um Geschäftsführerin Bettina Kaiser ist es ein großes Anliegen, dass Schulung und Betreuung der Ehrenamtlichen trotzdem nicht an Qualität verlieren. Um auf die veränderten Gegebenheiten zur reagieren, erfolgt nun ein Weiterentwicklungsprozess zur Erarbeitung einer neuen Organisations- und Kommunikationsstruktur. Die Weiterentwicklung findet im Rahmen eines Beteiligungsprozesses statt, in dem VorlesepatInnen sowie Mitglieder aus dem Verein, Förderer und Vertreter der Einrichtungen ihre Bedürfnisse und Vorstellungen äußern können. Der Beteiligungsprozess hat das Format eines Runden Tisches, an dem gemeinsam an Lösungen gearbeitet wird. Die Bürgerstiftung Stuttgart darf diesen Prozess mit ihrer Kompetenz im Bereich Beteiligung begleiten.

60 VorlesepatInnen kamen zur Auftaktveranstaltung, um an der Weiterentwicklung der Leseohren mitzuarbeiten.  (Foto: Jana Kegel)

60 VorlesepatInnen kamen zur Auftaktveranstaltung, um an der Weiterentwicklung der Leseohren mitzuarbeiten. (Foto: Jana Kegel)

Die Auftaktveranstaltung des Runden Tisches fand am Mittwoch, 03. April 2019, statt. Gastgeber war die Robert Bosch Stiftung. Gearbeitet wurde zu der Leitfrage „Was braucht ihr, um euch in Zukunft gut engagieren zu können?“. 60 VorlesepatInnen kamen zur Veranstaltung um an der Weiterentwicklung der Leseohren mitzuwirken. Bei einem Leseohren-Bingo konnten sich die Teilnehmer kennenlernen. Zur atmosphärischen Einstimmung in den Abend fand eine „Shared Reading Session“ in Gruppen von ca. 12 Leuten statt. Bei Shared Reading werden angeführt von einem Leseleiter gemeinsam Geschichten und Gedichte gelesen. Anschließend erfolgt ein Austausch über die literarische Sprache. In einer Atmosphäre unangestrengter Offenheit entsteht so kreatives Lesen und schöpferisches Zuhören eines zuvor unbekannten Textes. Die Gäste waren inspiriert von der Methode: „Im Shared Reading hatten wir Zeit, uns mit uns selbst und dem Text zu beschäftigen – ganz anders als sonst im Alltag“, so eine Teilnehmerin.

 
Beim Shared Reading hatten wir Zeit, uns mit uns selbst und dem Text zu beschäftigen – ganz anders als sonst im Alltag.
— Eine Vorlesepatin

Anschließend ging es in die moderierten Arbeitsphasen in den Gruppen. Dort konnten die VorlesepatInnen ihre Erfahrungen äußern, welche gesammelt und auf Pinnwänden festgehalten wurden. Am Ende der Arbeitsphase konnten die Teilnehmer die für sie persönlich wichtigsten Themen benennen. Vor allem die Kommunikation zwischen PatInnen und Einrichtungen, der Austausch zwischen den PatInnen und das Fortbildungsangebot stellten sich als wichtige Punkte heraus.

Die Teilnehmer markierten die für sie wichtigsten Themen.  (Foto: Jana Kegel)

Die Teilnehmer markierten die für sie wichtigsten Themen. (Foto: Jana Kegel)

Bei vier weiteren Treffen, an denen das Leseohren-Team, die PatInnen und auch VertreterInnen aus Einrichtungen zusammenarbeiten, wird es noch genauer um diese Themen gehen. Der weitere Prozess bleibt somit sicherlich lebendig und spannend.

 

Fotos: Jana Kegel / Bürgerstiftung Stuttgart 2019