Aus- und Rückblick
Die Förderprojekte
Die Resonanz war überwältigend: 163 Anträge hat die Förderinitiative „Mittendrin – Chancen für morgen gestalten“ im Herbst 2023 erreicht. Daraus hat eine Jury 23 Projekte ausgewählt, die ab Anfang 2024 eine mehrjährige Förderung und Begleitung erhalten haben.
Die Jury setzte sich zusammen aus Vertreter:innen aus der Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie Mercedes-Benz (Finanzierung). Die Bürgerstiftung Stuttgart hat die Sitzungen koordiniert und moderiert.
Die geförderten Projekte aus den drei Handlungsfeldern “Integration”, “Teilhabe von Kindern und Jugendlichen”
und “Wege aus der Armut” stellen wir Ihnen hier vor
(Stand: Frühjahr 2025).
Auftaktveranstaltung und Vernetzungstreffen
Bei einer großen Auftaktveranstaltung im Mercedes-Benz Museum kamen zum ersten Mal alle geförderten Projekte und deren Verantwortliche zusammen. Hier konnten sie sich gegenseitig kennenlernen und ihre Erfahrungen austauschen. Im weiteren Verlauf finden zwei Mal pro Jahr Vernetzungstreffen statt. Dort vertiefen die Teilnehmer:innen ihre Kontakte und gestalten aktiv ihre Förderung mit.
“Die große Resonanz auf unsere gemeinsame Förderinitiative hat uns überwältigt. Das zeigt einerseits, wie groß der Bedarf an solchen Projekten in der Stadt ist. Andererseits dürfen wir dadurch erleben, dass es jede Menge Menschen mit passenden Ideen und Leidenschaft gibt. Alle Beteiligten zusammenzubringen ist eine unserer Kernaufgaben in der Bürgerstiftung Stuttgart.”
Die Projekte im Detail
3 Handlungsfelder
Handlungsfeld: INTEGRATION
-
2025:
Der Fokus von FamilienMittendrin lag 2025 auf dem endgültigen Ankommen in der neuen – erstmals privaten – Wohnung in Deutschland. Nach einem Jahr sind schließlich alle Jahreszeiten und Feste erlebt worden und der Alltag zieht mit ein. Die Jahresabrechnung will verstanden und Sparpotentiale entdeckt werden, um finanziell vorausschauend planen zu können. Auch sorgten Themen wie Sperrmüll und Kehrwoche für Aufregung und musste moderiert werden, bis sich schließlich eine für alle stimmige Regelung fand und die Abläufe klar waren. Weiter war die Teilhabe der Kinder vor allem in Form von Kitabesuch und Vereinsteilnahme ein wichtiges Thema – beides ist gelungen. Die Verselbstständigung der Mütter erfolgte auf sehr unterschiedlichen Ebenen. Während eine Frau unabhängig von Jobcenterleistungen wurde, macht die zweite einen Deutschkurs und die dritte plant die nächsten Schritte Richtung Aufenthaltssicherung und Arbeit. Diese individuelle Entwicklung aller(!) Familienmitglieder steht auch im nächsten Jahr im Mittelpunkt. Nebst einem Schwimmkurs – denn bisher kann niemand schwimmen!
Alles in allem haben die Familien große Fortschritte gemacht – jede ganz individuell und wie es scheint nachhaltig.
2024:
Gemeinschaftshaus für geflüchtete Großfamilien
Drei geflüchtete Frauen mit je vier Kindern leben in getrennten Wohnungen, jedoch gemeinsamen in einem Haus. Beim Ankommen in Deutschland, dem Zurechtfinden im Behördendschungel und den Herausforderungen des Alltags unterstützten wir die Familien durch eine engmaschige Begleitung und konnten so das Ankommen in privatem Wohnraum nach Jahren des Verbleibs in einer Gemeinschaftsunterkunft sehr gut unterstützen. Die Familien sind im Sozialraum mittlerweile gut orientiert und haben sich vor allem untereinander als Helferinnen und vielleicht auch Freundinnen gefunden.
Im Jahr 2025 geht es um die konkrete Zukunftsplanung. Welche Ziele haben sie sich selbst gesetzt und was brauchen sie, um diese zu erreichen, sind Fragen, auf die wir Antworten finden wollen. Einen verstärkten Fokus legen wir dabei auch auf die Förderung der Kinder.
Wir freuen darauf, auch wenn die Zeiten für unsere Klient:innen leider immer rauer werden. -
2025:
2025 war für unser Projekt ein Jahr des Wachsens und Festigens: Wir haben eine klare Projektstruktur entwickelt, passende MuT-Räume gefunden und unsere Beratungsangebote erprobt. Immer mehr Menschen kennen und nutzen unsere Anlaufstelle – ein Zeichen dafür, dass wir mit unserem Ansatz richtig liegen. Besonders stolz sind wir auf unser stabiles, gut geschultes Team und das starke Netzwerk mit vielen Ehrenamtlichen, das uns trägt und verbindet.
Im nächsten Projektjahr wollen wir auf diesen Erfolgen aufbauen: Unser Ziel ist es, die Projektstrukturen weiter zu festigen, Angebote gezielt (auch mit unseren Kooperationspartner*innen) auszubauen und unsere digitale Präsenz zu stärken. Der Selbsthilfebereich wird erweitert und die Sichtbarkeit der Bedarfe von Menschen mit Behinderung und Fluchterfahrung gesellschaftlich und politisch weiter vorangebracht. Damit bleibt unser Projekt ein Ort, an dem Teilhabe gelebt und Zukunft gestaltet wird.
2024:
Doppelt herausgefordert: Geflüchtet mit Behinderung
Menschen mit Fluchterfahrung. Menschen mit Behinderung. Zwei Gruppen, die Ausgrenzung erleben, die mit ihren Wünschen und Bedürfnissen oft durchs Raster fallen. Was tun Menschen, die von beidem betroffen sind – Flucht und Behinderung? Hier stehen Gesetze und Hilfen nebeneinander, durcheinander, gegenüber. Fast unmöglich für die geflüchteten Menschen, sich hier zu orientieren und die nötige Unterstützung zu finden. Wir wissen sehr wenig über den vielfältigen Umgang mit Behinderung in den unterschiedlichen Herkunftsländern.
Mit unserem MuT-Projekt – Migration und Teilhabe – wollen wir mit den Betroffenen ins Gespräch kommen, um mit ihnen über ihre Erfahrungen, ihre Bedürfnisse und Wünsche zu sprechen. Wir wollen betroffene Menschen in Stuttgart empowern, Ein- und Übersicht geben, Netzwerke schaffen. Aber auch ganz konkret Hilfe organisieren und Barrieren aus dem Weg schaffen. Und wir wollen uns politisch engagieren, um dazu beizutragen, Diskriminierung abzubauen. -
2025:
Amour Sans Frontiéres
Was ist durch die “ Mitten Drin“ Förderung besser geworden: Weil queere Geflüchtete nicht der heteronormativen Norm entsprechen, werden sie in ihrer Heimat verfolgt und oft von ihren Familien verstoßen. Hier angekommen, müssen sie häufig mit Landsleuten zusammenleben, die ihre Homophobie nicht abgelegt haben. Wir von „Amour Sans Frontiéres“ (ASF) können durch die Förderung einen Rückzugsraum bieten, in dem sie sich sicher und wertgeschätzt fühlen. Jeden zweiten Freitag treffen wir uns in angenehmer Atmosphäre. Im Jahr 2025 hatten wir bereits 30 Veranstaltungen mit insgesamt 1170 Teilnehmenden. Ist es uns gelungen die Zahl der Teilnehmenden fast zu verdoppeln. Wir kochen, spielen, lachen und weinen zusammen und gestalten Freizeiten. Zudem haben wir ein offenes Ohr für Themen wie Sprache, Schule, Ausbildung, Arbeitsmarkt, Behörden und Ärzte. Wir bieten Rechts- und Verfahrensberatung sowie psychosoziale Unterstützung an. Antidiskriminierung, Gewaltprävention, Empowerment und Traumabewältigung sind zentrale Inhalte unserer Arbeit. All das wäre ohne die Förderung nicht möglich. Ein Highlight in diesem Jahr war ein dreitägiger Ausflug in das winterliche Oberstdorf und sicherlich auch die Teilnahme an der Stuttgarter Pride. Die Gruppe ist zusammengewachsen und sie fühlen sich als: „Meine neue Familie“ (B. aus Süd Sudan) Ein Schwerpunkt im Nächsten Jahr soll auf dem Umgang mit Rassismus Erfahrungen du Diskriminierung liegen und Nichtschwimmer Schwimmkurse.
2024:
“Bei den Treffen fühle ich mich wohl und sicher”
Weil queere Geflüchtete nicht der heteronormativen Norm entsprechen, werden sie in ihrer Heimat verfolgt und oft von ihren Familien verstoßen. Hier angekommen, müssen sie häufig mit Landsleuten zusammenleben, die ihre Homophobie nicht abgelegt haben. Wir von „Amour Sans Frontiéres“ (ASF) können durch die Förderung einen Rückzugsraum bieten, in dem sie sich sicher und wertgeschätzt fühlen. Jeden zweiten Freitag treffen wir uns in angenehmer Atmosphäre.
Im Jahr 2024 hatten wir bereits 25 Veranstaltungen mit insgesamt 598 Teilnehmenden.
Wir kochen, spielen, lachen und weinen zusammen und gestalten Freizeiten. Zudem haben
wir ein offenes Ohr für Themen wie Sprache, Schule, Ausbildung, Arbeitsmarkt, Behörden
und Ärzte. Wir bieten Rechts- und Verfahrensberatung sowie psychosoziale Verfahrens-beratung sowie psychosoziale Unterstützung an. Antidiskriminierung, Gewaltprävention,
Empowerment und Traumabewältigung sind zentrale Inhalte unserer Arbeit. All das wäre ohne die Förderung nicht möglich.
Ein Highlight in diesem jahr war ein dreitägiger Ausflug ins obere Donautal und sicherlich auch die Teilnahme an der Stuttgarter Pride. Eine Aussage die für alle Mühen und Arbeit uns entlohnte war von P. aus Kamerun: „Ich fühle mich eigentlich nur am Freitag bei den ASF Treffen wohl und sicher.“Ein Schwerpunkt im Jahr 2025 ist die Ehrenamtsakquise, da die Gruppe stetig wächst.
-
2025:
Im Rückblick auf das vergangene Projektjahr standen bei Local Diversity insbesondere die zahlreichen Workshops im Fokus, die in Stuttgart sowie landesweit in Baden-Württemberg durchgeführt wurden. In unterschiedlichen schulischen Kontexten konnten wir junge Menschen für Themen wie Demokratie, Antirassismus und gesellschaftliche Teilhabe sensibilisieren und sie in ihrer eigenen Handlungsfähigkeit stärken. Besonders wertvoll war dabei die direkte Arbeit mit den Teilnehmenden sowie das Schaffen von Räumen für Austausch, Reflexion und Empowerment.
Ein weiterer Höhepunkt war das Sommerfest, das den projektübergreifenden Austausch und die Vernetzung innerhalb von Local Diversity sowie mit externen Partnern nachhaltig gefördert hat. Prägend war zudem die Arbeit im Rahmen von Empowerment Bridge, einem Mentoringprogramm zur individuellen Begleitung und Stärkung junger Menschen mit Migrationsgeschichte.
Für das kommende Projektjahr nehmen wir uns vor, verstärkt auf die anstehenden Landtagswahlen einzugehen und diese als Anlass für politische Bildung und Demokratieförderung zu nutzen. Darüber hinaus möchten wir unsere Vernetzungsarbeit weiter ausbauen, den Austausch mit unterschiedlichsten Akteuren vertiefen und neue Kooperationen eingehen.
2024:
Gemeinsam aktiv: Kommunalpolitik, die alle einbindet
Dank der „Mittendrin“-Förderung konnten wir 2024 richtig durchstarten: mit einem erweiterten Team, Workshops an Schulen und interaktiven Events wie „Local Dance Versity“ – einer Veranstaltung zu den Kommunalwahlen mit über 200 jungen Menschen. Dort erklärten wir den Wahlprozess spielerisch, ermöglichten eine Probewahl und schufen Raum für Austausch und Musik. Die positive Rückmeldung zu all unseren Aktionen zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Unser Ansatz: Politik kreativ und nahbar gestalten – sei es durch innovative Social-Media-Kampagnen oder interaktive Schulworkshops. Für das kommende Jahr planen wir neue Formate wie ein Mentorenprogramm, um noch mehr junge Menschen für politisches Engagement in Stuttgart zu begeistern.
Local Diversity steht für eine bunte, diverse und aktive Kommunalpolitik, die alle einbindet. -
2025:
Projekt „Building Bridges“ blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück
Im vergangenen Jahr hat „Building Bridges“ erfolgreich Räume für Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen geschaffen. Intergenerationale und interkulturelle Formate sowie Empowerment-Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene stärkten soziale Kohäsion und demokratische Teilhabe.
Besonders gefördert wurden lokale und überregionale Netzwerke, Selbstwirksamkeit und kulturelle Identität. Workshops, Bewegungs- und Kulturangebote, Dialogformate und partizipative Projekte ermöglichten Menschen unterschiedlicher Hintergründe, Verantwortung zu übernehmen und ihre Gemeinschaft aktiv mitzugestalten. Ganzjährige Angebote sorgten für Kontinuität und nachhaltige Wirkung.
Im kommenden Jahr will „Building Bridges“ bestehende Strukturen vertiefen, Kooperationen ausbauen und Empowerment, Vernetzung und Teilhabe weiter fördern, um Brücken zu festigen und mehr Menschen für gemeinschaftliches Engagement zu gewinnen.
Das Afrokids-Projektteam bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmenden, Partner:innen und Unterstützer:innen, die diesen Erfolg möglich gemacht haben.
2024:
Neue Beteiligungs-Formate von und für die Jugend
Die Mittendrin-Förderung hat dem Projekt Building Bridges entscheidend geholfen, seine Vision umzusetzen. Ein Höhepunkt war die dreitägige Diasporakonferenz vom 27. bis 29. September 2024, an der mehr als 150 junge Menschen aus Stuttgart und Umgebung teilnahmen. Workshops, Diskussionen und Vernetzungsmöglichkeiten zeigten, dass das Projekt auf dem richtigen Weg ist: Jugendliche waren aktiv beteiligt und sichtbar gestärkt.
Ein großer Erfolg waren die wöchentlichen Empowerment-Workshops, die Kindern und Jugendlichen Raum für ihre persönliche und soziale Entwicklung boten. Besonders beeindruckend war die Begeisterung in den sechs Beteiligungsworkshops für junge Erwachsene, die ihre Ideen und Perspektiven einbrachten. Allerdings gab es auch Herausforderungen, etwa bei der Planung und Koordination der 23 Vorbereitungstreffen. Mit Flexibilität und Teamarbeit wurden diese jedoch erfolgreich bewältigt.
Für 2025 ist viel geplant: Beim Black History Month sollen neue, partizipative Formate entstehen – von Jugendlichen für Jugendliche. Ziel ist, Brücken zwischen Kulturen zu bauen, junge Stimmen zu stärken und das Projekt weiterzuentwickeln. -
2025:
Worauf blickt ihr dieses Projektjahr besonders gerne zurück? Was nehmt ihr euch für das nächste Projektjahr vor? Wir blicken mit Stolz auf die Entwicklung unserer Theatergruppe zurück, die sich im letzten Jahr zu einer interkulturellen, inklusiven und altersheterogenen Gruppe entwickelt hat, zu der wöchentlich 18-20 Spieler:innen kommen. Zu uns gestoßen ist ein Regisseur aus der Ukraine, der unser Team bereichert. Am 13.12.2025 feierten wir die Premiere unserer Theaterperformance „Wir haben einen Traum“, zu der mehr als 80 Besucher:innen kamen. Eine der vielen Rückmeldungen hat uns besonders gefreut: „Das Theaterstück hat uns mehr und mehr angesprochen. Wie so unterschiedliche Menschen in diesem Stück integriert wurden und alle ihre Rolle gelebt haben. Großartig auch die Tanzeinlagen. Vielen Dank. Ihr macht eine ganz wichtige Arbeit und bringt Menschen buchstäblich zum Leuchten, die das vielleicht sonst nicht von sich geahnt hätten. Wir haben erlebt, wie manche eurer Mitspieler:innen nach dem Stück regelrecht glücklich waren über das, was sie da für uns alle zustande gebracht haben.“ Für das Jahr 2026 wollen wir die Arbeit mit unserer Theatergruppe fortführen und uns
dem Thema „Einsam in der Menge“ widmen, Dazu möchten wir gerne mit unserenSpieler:innen neue theatralische Mittel ausprobieren,
2024:
Vorhang auf für vielfältige Begegnungen
Dank der Förderung durch Mittendrin konnten wir unser Theaterprojekt für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund weiterentwickeln und neue Projektideen verwirklichen. Besonders stolz sind wir auf die Erfolge unserer interkulturellen Begegnungsabende: 100 Gäste genossen afghanische Spezialitäten, unser Iran-Abend erfreute 70 Besucher:innen aus unterschiedlichsten Communities und dem Stadtteil.
In unserer Theatergruppe spiegelt sich Vielfalt wider: Menschen mit und ohne Behinderung, aus verschiedenen Ländern und Kulturen, proben gemeinsam. Themen wie Hoffnung, Versöhnung und Frieden stehen im Mittelpunkt unserer Performances – zuletzt gemeinsam mit dem Freien Chor Stuttgart.
Auch die internationalen Brunchs, bei denen Kulinarisches und Kulturelles aufeinander-treffen, sind ein Highlight.
Unser Fazit: Geduld, Offenheit und das Finden kreativer Lösungen sind essenziell, um gemeinsam etwas zu bewegen. -
2025:
Sukkat Salam – ein inspirierender Ort
„Sukkat Salam“, die Laubhütte des Friedens, ist ein Projekt, das Begegnung, Dialog und Nachdenken über gesellschaftliches Miteinander fördert.
In diesem Jahr konnte die „Sukkat Salam“, die Laubhütte des Friedens, drei Mal aufgestellt werden. Im Mai, im Juli und im September. Jede Aufstellung brachte Menschen zusammen, die sonst vielleicht nie miteinander ins Gespräch gekommen wären. Während dieser Aufstellungen entstand ein lebendiger Ort mit vielfältigem Programm. Es gab Musik von Künstlerinnen und Künstlern wie Dopa Drop und Duo Flumina, die mit ihren Auftritten Menschen zum Verweilen und Mitmachen einluden. Außerdem fanden Workshops für Schulklassen statt, in denen Themen wie Antisemitismus, antimuslimischer Rassismus und Zivilcourage gemeinsam erarbeitet wurden. Ergänzend dazu gab es offene Workshops für alle Interessierten, die zum Austausch, zur Aufklärung und zum Nachdenken anregten.
Für das kommende Jahr ist geplant, Sukkat Salam noch lebendiger zu gestalten und stärker mit kulturellen und inklusiven Angeboten zu verbinden. Geplant sind unter anderem inklusive Partys für Menschen mit und ohne Behinderung sowie die Gestaltung eines Arabischen Jüdischen Filmfestivals, um kulturelle Vielfalt sichtbarer zu machen. Außerdem sollen die Aufstellungen künftig länger dauern, Statt einer Woche wird die Laubhütte für zehn Tage stehen, um noch mehr Menschen zu erreichen und nachhaltige Begegnungen zu ermöglichen.
So soll die Sukkat Salam weiterhin ein Ort bleiben, an dem Dialog wächst, Vorurteile hinterfragt werden und Gemeinschaft erfahrbar.
2024:
“Laubhütte des Friedens” füllt sich mit Leben
Die „Mittendrin“-Förderung hat Sukkat Salām seit Januar 2024 bestärkt und den Weg geebnet für eine inspirierende Reise: Unsere Vision einer „Laubhütte des Friedens“ wird von einer soliden Gemeinschaft getragen! Mit Enthusiasmus und Engagement konnten wir in diesem Jahr bedeutende Partnerschaften knüpfen – mit Einzelpersonen, Institutionen, Vereinen und Organisationen, die bereit sind, nächstes Jahr aktiv mitzuwirken.
Von Anfang an sind wir auf offene Türen gestoßen und haben große Resonanz erhalten. Viele haben uns signalisiert, wie dringend nötig ein solcher interkultureller Begegnungs-raum gerade in der heutigen Zeit ist. Die Unterstützung zeigt, dass unsere Idee auf fruchtbaren Boden fällt und eine starke Botschaft der Zusammengehörigkeit und des friedlichen Miteinanders aussendet.
In 2025 möchten wir diesen Schwung nutzen und die Sukka mit all ihren Facetten zum Leben erwecken – als einen Ort des Dialogs, der Feiern und des Miteinanders, voller Leidenschaft für eine offene, solidarische Gesellschaft.
Handlungsfeld: teilhabe von kindern und jugendlichen
-
2025:
Im vergangenen Projektjahr stand „Schwimmen inklusive“ vor einer besonderen Herausforderung. Das Schwimmbad musste wegen technischen Defekts langfristig schließen, sodass der Schwimmunterricht nicht wie geplant stattfinden konnte. Mit Kreativität konnte jedoch eine Lösung gefunden werden:
Wir gestalteten ein alternatives Sportangebot im Bewegungsraum. Dort hatten die blinden und sehbeeinträchtigten Kinder die Möglichkeit, durch vielfältige Bewegungslandschaften und musikalische Impulse gemeinsame Bewegungserfahrungen zu sammeln, wovon sie auch später im Schwimmen profitieren. Dabei wurden sowohl motorische als auch soziale Fähigkeiten gefördert. Wichtig war, dass für die Kinder weiterhin ihr regelmäßiges Sportangebot wahrnehmen können und den vertrauensvollen Bezug zu unseren Lehrkräften nicht verlieren.
Fürs kommende Jahr möchten wir weiterhin flexibel auf die Rahmenbedingungen reagieren. Unser Ziel bleibt ein sicherer, inklusiver Zugang zum Schwimmen, sofern dies wieder möglich ist. Bis dahin soll das Bewegungsangebot fortgeführt werden, um allen Kindern ein verlässliches Angebot zu bieten. Besonders positiv blicken wir auf die Offenheit, Flexibilität und das Engagement aller Beteiligten zurück.
2024:
Erstes Seepferdchen für sehbehindertes Kind
Durch die Förderung konnten wir unser Schwimmprojekt professionell gestalten. Die Gewissheit, eine mittelfristige Finanzierung gesichert zu haben, ermöglicht uns mit festangestellten Personal zu arbeiten, damit zuverlässig und kontinuierlich zu planen und dieses erstmals auch weiterzubilden. Ende des Jahre werden unsere beiden Schwimmlehrerinnnen eine Fortbildung zum Thema „Inklusion im Schwimmen“ besuchen.
Die Kontinuität kommt vor allem den Kindern zugute, die eine enge Bindung zu ihrer Bezugsperson im Schwimmbad aufbauen. Gerade bei sehbehinderten Kindern ist das Vertrauen ein wesentlicher Baustein zum Erfolg, so können sie sich in dem noch unbekannten, dreidimensionalen Element fallen lassen und vertrauen. Wir merken, dass die Kinder, vor allem dadurch, große Fortschritte erzielen. Kinder, die anfangs nur zögerlich im Wasser standen, können nun schon zulassen, mit Hilfe und Körperkontakt durchs Wasser zu gleiten.
Ein großer Meilenstein war das erste Seepferdchenabzeichen, welches wir einem sehbehinderten Kind verliehen haben. -
2025:
Im Jahr 2025 konnte das Angebot von Frühstück für Kinder auf 25 Stuttgarter Schulen ausgeweitet werden. Aktuell werden rund 1400 Kinder, primär im Alter von 6 bis 10 Jahren, mit einem frischen und gesunden Frühstück versorgt, das in einem mit dem Gesundheitsamt der Stadt Stuttgart erarbeiteten Konzept realisiert wird.
Nach wie vor gibt es aufgrund der hohen Nachfrage und des steigenden Bedarfs eine Warteliste mit weiteren Schulen, die sich eine Versorgung durch den Verein wünschen.
Um auch künftig der Bedarfslage gerecht zu werden, arbeitet der Verein an einem Konzept zur nachhaltigen Spender- und Sponsorengewinnung und im Zuge dessen an der Optimierung der Sichtbarkeit des Vereins im öffentlichen Raum, online und in den sozialen Medien. Hierdurch soll ab dem Jahr 2026 ff. auch weiterhin der zunehmend hohen Bedeutung von Spenden und Zustiftungen Rechnung getragen werden.
2024:
Warteliste für frisches und gesundes Schulfrühstück
Im Jahr 2024 konnte auch Dank der großzügigen Unterstützung durch „Mittendrin“ der Ausbau des Angebots von Frühstück für Kinder an 24 Stuttgarter Schulen gewährleistet werden. Aktuell werden rund 1400 Kinder, primär im Alter von 6 bis 10 Jahren, mit einem frischen und gesunden Frühstück versorgt und starten dadurch motivierter und mit verbesserter Konzentrationsfähigkeit in den Schulalltag.
Das Angebot wird so gut angenommen und der Bedarf ist so hoch, dass derzeit bereits eine Warteliste mit weiteren 5 Schulen geführt wird.
Um auch künftig der Bedarfslage gerecht zu werden, steht der Verein in stetigem Austausch mit der Stadt Stuttgart, den Schulen sowie allen relevanten Akteuren in der Stadt, um den weiteren Ausbau des Angebots bedarfsgerecht vorantreiben zu können. -
Manege frei für mehr gemeinsame Bewegung
Der Circus Calibastra e.V. ist ein Kinder- und Jugendzirkus aus Stuttgart Vaihingen. Unser Anliegen ist es, das bestehende sozialpädagogische Angebot um ein sonderpädagogisches Zirkusangebot zu erweitern.
Spätestens nach Corona wurde uns die Notwendigkeit bewusst, Kinder in ihrer Bewegung und Koordination zu bestärken – und sie vom Sitzen vor dem Bildschirm zu erholen. Im vergangenen Schuljahr konnten wir dank der Mittendrin-Förderung einigen Kindern mit Förderbedarf einen eigenen Entfaltungsraum zum Trainieren bieten. So konnten wir unser Konzept, Integration im Training und Inklusion in der Kunst (Aufführung) zum ersten Mal umsetzen. Die diesjährigen Aufführungen haben gezeigt, dass der eingeschlagene Weg sinnvoll und wirkungsvoll ist.
Die Kunstform Zirkus ist für diese Herausforderung besonders geeignet, da sie mit Witz, Kreativität und Humor an ein gesellschaftliches starres Thema wie Integration herangeht. -
2025:
Rückblick 2025 – Harrys Lab
Harrys Lab erreichte 2025 über 1.000 Menschen mit Workshops rund um Lebensmittelverschwendung und -gerechtigkeit. Mit über 900 Kindern und Jugendlichen diskutierten wir, wie man Lebensmittel rettet, haltbar macht und fair verteilt. Dabei untersuchten wir die Unterschiede zwischen geretteten Lebensmitteln und klassischen Supermarktprodukten – und staunten oft, wie gut die geretteten Lebensmittel dabei abschnitten.
Ein ganz besonderes Highlight war der Waldheim-Workshop mit über 60 Kindern der dritten Klasse. Zu den überraschenden und besonders schönen Entwicklungen des letzten Jahres zählt außerdem, dass wir Harrys Lab in Kooperation mit der Universität Stuttgart als Praxissemester anbieten konnten. Ebenso freuen wir uns sehr, seit den Sommerferien den Hochbegabtenzweig der 8. Klasse am Karlsgymnasium punktuell begleiten zu dürfen.
2026 setzen wir vor allem auf die kontinuierliche Netzwerkerweiterung und wollen verstärkt auf vertiefende Angebote setzen, um bei all unseren Teilnehmenden nachhaltig etwas zu bewirken. Gleichzeitig möchten wir noch mehr Ehrenamtliche einladen, uns regelmäßig bei Schulbesuchen und Workshops an der Bude zu unterstützen.
2024:
Hunderte Kids als Lebensmittelheld:innen
In Harrys Lab gehen wir mit Kindern und Jugendlichen sowohl wissenschaftsbasiert als auch durch das unmittelbare Erleben in einen Austausch über Lebensmittelverschwendung und die Auswirkungen auf lokaler wie globaler Ebene.
Wir untersuchen, wo, wie, und warum in unserem Umfeld Lebensmittel verschwendet werden. Damit wollen wir zu einer Verhaltensänderung über die Verwendung und Wertschätzung von Lebensmitteln bei unserer Zielgruppe beitragen. Mit gemeinsamen Kochaktionen sowie der Hospitation der Schüler:innen bei der Abholung geretteter Lebensmittel und anschließender Verteilung, ermöglichen wir einen direkten praktischen Einblick in die Welt der Lebensmittelverschwendung und Lösungsvorschlägen.
In diesem ersten Jahr haben wir uns eine „Toolbox“ entwickelt und das Konzept so ausgebaut, dass mit den Workshopsbesucher:innen kreative und inspirierende Inputs entfaltet werden. Damit wollen wir zeigen: So schwer ist es gar nicht! Lebensmittelrettung kann im Alltag ganz leicht gelingen und hat eine große Wirkung. Das bestätigen die bisher rund 380 jungen und 90 erwachsenen begeisterten Gesichter unserer Teilnehmenden.
Bei Harrys Lab kann jede:r Lebensmittelheld:in werden! -
2025:
Im vergangenen Projektjahr von „Lass uns reden – Hadi Konuşalım!“ blicken wir besonders gerne auf konkrete Empowerment-Formate zurück, die junge Menschen stärken. Ein Highlight war die Kooperation zur Theateraufführung „And now Hanau“, bei der
marginalisierte Jugendliche kostenlosen Eintritt erhielten und im Anschluss in einen intensiven Dialog mit den Schauspielenden über Rassismus, Zivilcourage und gesellschaftlichen Zusammenhalt traten.
Ebenso prägend war die Begegnungsveranstaltung im Dezember, bei dem Muslim:innen und Moscheevorstände mit Polizist:innen über Stereotype und gegenseitige Wahrnehmungen ins Gespräch kamen.
Besonders wertvoll waren auch unsere Safer-Space-Umsetzungen, in denen junge Menschen – etwa nach rassistischen Erfahrungen oder gesellschaftlichen Krisen – geschützte Räume für Austausch, Verarbeitung und gegenseitige Stärkung fanden.
Ergänzt wurden diese durch Sensibilisierungs-Workshops an Schulen und Empowerment-Formate für junge Mädchen mit Migrationshintergrund.
Für das nächste Projektjahr nehmen wir uns vor, diese erfolgreichen Ansätze auszubauen: mehr Workshops an Schulen, zusätzliche Safe-Space-Angebote, weitere Dialogprojekte sowie ein Meet & Greet mit Politiker:innen.
Unser Ziel bleibt, noch mehr junge Menschen zu empowern, ihre Stimmen zu stärken und nachhaltige Strukturen für Vielfalt, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu schaffen.
2024:
Empowerment mit Herz
Unser Projekt bietet Jugendlichen mit multikulturellem Hintergrund Räume für Austausch, Empowerment und Teilhabe. Durch die Förderinitiative konnten wir zahlreiche Formate umsetzen: Empowerment-Workshops, Safe Spaces, Beratung bei Rassismuserfahrungen und eine Fachveranstaltung zum Thema „Politische Radikalisierungsphänomene auf dem Sportplatz“.
Ein Highlight war der Workshop „Wenn Glaube gefährlich wird“ für Realschul-Sozialarbeiter:innen, der Extremismuserkennung, Vielfalt und Stärkung von Jugendlichen verknüpfte. Trotz Herausforderungen, etwa in der Abstimmung mit Schulen, Vertrauensaufbau und Netzwerkbildung, schauen wir nach vorne. Im Jahr 2025 setzen wir Schulworkshops um, organisieren ein Meet-and-Greet mit Politiker:innen und realisieren Safer-Spaces-Treffen.
Unser Ziel bleibt, Jugendliche in ihrer Identität und ihrem Selbstbewusstsein zu stärken, Vielfalt erlebbar zu machen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern – stets auf Augenhöhe und mit viel Herz. -
2025:
Im vergangenen Jahr konnten wir unser Projekt “Jugendliche gestalten StuttgART” in seiner Vielfalt weiter stärken und ausbauen. Bewährte Formate wie „Young Faces of Stuttgart“ – präsentiert beim CSD und auf der About Pop – wurden erfolgreich fortgeführt. Gleichzeitig haben wir neue kreative Wege beschritten: Mit #mjadoodle am Eckensee und im Europaviertel wurden experimentelle Kunstaktionen im öffentlichen Raum entwickelt, die niedrigschwellige Zugänge schaffen und spontane Beteiligung ermöglichen.
Zentral war dabei stets unser Anliegen, die Selbstwirksamkeit der teilnehmenden jungen Menschen zu stärken und ihnen Räume zu eröffnen, in denen sie sich künstlerisch und persönlich entfalten können.
Ein besonderes Highlight war die Entwicklung des Formats „Porträt des Europaviertels“: Aus den Zeichnungen und Malereien der Jugendlichen ist ein gedrucktes Heft entstanden, das ihre individuellen Sichtweisen auf den öffentlichen Raum – insbesondere den Mailänder Platz – eindrucksvoll sichtbar macht.
Die entstandene Kunst, darunter Fotografien und das Heft, tragen die Lebensgeschichten, Perspektiven und Bedarfe der jungen Menschen nach außen. Sie dienen als wichtiges Sprachrohr, um ihre Stimmen in Öffentlichkeit, Stadtgesellschaft und Fachkreisen hörbar zu machen und ihre Anliegen stärker ins Blickfeld zu rücken.
„Jugendliche gestalten StuttgART“ ist mehr als nur ein Kunstprojekt – es ist eine Plattform für junge Stimmen, die Stuttgart aktiv mitgestalten und ihre Sichtweise auf die Stadt präsentieren möchten. Kreative Räume werden weiterentwickelt, junge Menschen empowert und gemeinsam zu einer offenen, vielfältigen Stadtkultur beitragen.
2024:
Fotografieren, um Sichtweisen aufzuzeigen
Die Mobile Jugendarbeit Innenstadt, in Zusammenarbeit mit den Künstlern Karima Klassen und Johannes Rave, präsentiert das innovative Projekt „Jugendliche gestalten StuttgART“.
Dieses spannende Vorhaben bietet jungen Menschen die Möglichkeit, die Stadt Stuttgart aktiv mitzugestalten und Sicht auf die Stadt durch kreative Kunstformate auszudrücken. In diesem Jahr fanden bereits fünf Aktionstage in der Innenstadt und in Sillenbuch statt, die den Teilnehmern nicht nur Raum zur Entfaltung boten, sondern auch ihre Selbstwirksam-keit stärkten. Neben bewährten Formaten wurden auch neue Ansätze erprobt, wie das Projekt „ Der Fotograf bin ich“. Hierbei erlernen die Jugendlichen das Handwerk der Fotografie, um ihre Perspektiven auf den öffentlichen Raum festzuhalten und zu teilen. Die entstandenen Fotografien, Lebensgeschichten und Bedarfe der jungen Menschen sollen in die Öffentlichkeit getragen werden, um ihnen ein Sprachrohr zu bieten.
„Jugendliche gestalten StuttgART“ ist mehr als nur ein Kunstprojekt – es ist eine Plattform für junge Stimmen, die Stuttgart aktiv mitgestalten und ihre Sichtweise auf die Stadt präsentieren möchten. -
2025:
Das Projekt Kids Cube durfte im Jahr 2025 den ersten Programmdurchlauf mit zwei Kindergruppen abschließen. Dank des großen Unterstützungsnetzwerks gab es eine Vielzahl von Angeboten für die Kinder: vom Rathausbesuch, über Video-Workshop bis hin zur Frage: Welche Rechte hat jedes Kind?
Besonders gerne blicken wir auf unsere kreativen Kooperationen zurück, bei denen die Gruppen etwas Handfestes mitnehmen und weiterverwenden konnten. Ein Highlight war der Kreativtag mit Blickfangart Stuttgart, an dem wir gemeinsam die Cubes (Holzmöbelstücke) bemalten, sowie der Siebdruck-Workshop mit dem Stuttgarter Künstler Bora Tanay: Gemeinsam entwickelten wir ein Design und druckten dieses per Siebdruck auf Longsleeves.
Der zweite Durchlauf ist im September mit zwei neuen Kindergruppen gestartet. In diesem Jahr möchten wir uns stärker auf die kulturelle Arbeit konzentrieren und spielerisch interkulturelle Kompetenzen erlernen. Wir freuen uns auf viele neue Erlebnisse!
2024:
Raum zu lernen, spielen und mitmachen in Unterkünften
Mit der „mittendrin“-Förderung wurde Kids Cube, eine aus der Stuttgarter Armutskonferenz entstandene Idee, nun Realität.
Nach rund acht Monaten Vorbereitung öffnet das Projekt seit Ende September seine Türen für etwa 20 Kinder und Jugendliche aus Stuttgarter Sozial- und Gemeinschaftsunterkünften – und die Begeisterung ist groß! Der Kick-Off begann direkt mit einem Highlight: Ein Besuch im Mercedes-Benz Museum brachte alle Teilnehmenden und Mitarbeitende des Flüchtlingssozialdienstes zusammen.
Von Grund auf musste Kids Cube als neues Projekt bekannt gemacht werden und ist heute bereits als Maßnahme im Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliche Kommune Stuttgart“ verankert. Dank Partnern wie beispielsweise der Neuen Arbeit gGmbH und der DHBW entstand schnell ein wertvolles Netzwerk.
2024/25 ist ein Pilotjahr, um das Projekt zu erproben und zu erweitern. Ziel ist es, Kids Cube in Stuttgart fest zu verankern und geflüchteten Kindern und Jugendlichen „kesselweit“ Sichtbarkeit und Integration zu ermöglichen. -
2025:
Dieses Jahr war gekennzeichnet durch erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit in Form von Aktionen zum Jubiläumsjahr 950 Jahre Botnang. Wir ließen in unserem Quartier 950 Krokusse erblühen. Im Mai haben wir einen Staudenmarkt veranstaltet zusammen mit Harry’s Lab und dem Bienenschutz e.V.. Dann waren wir Mitveranstalter einer temporären Spielstraße vor unserer Türe, im Juni hatten wir ein Zelt auf dem Botnanger Mittelaltermarkt, hier boten wir Kräuterworkshops für Kinder und Familien an. Beim Kuckucksfest Botnang haben wir das Bild des Botnanger Künstlers Th. F. Dürr „Die Gärtnerin“ zurück ins Leben übertragen. Im Oktober wurde unser Engagement belohnt durch einen ersten Preis vom Verschönerungsverein Stuttgart e.V. Zum Ende des Jahres bauten wir aus Lebkuchen das Schloss Solitude als Dornröschenschloss, das 8 Wochen im Stadtpalais zu bestaunen war.
Im nächsten Jahr wollen wir zusammen mit der Evangel. Kirchengemeinde Botnang den Nachbarschaftsgarten zu einem Hotspot geselligen Aufenthalts und befruchtenden Austauschs im Quartier weiterentwickeln, z.B. mit einem öffentlichen Bücherschrank. Hierbei wird uns unter anderem die Firma BOSCH mit dem Einsatz ihres „Talent-Pools“ unterstützen.
2024:
In der Garteninsel gibt´s immer was zu tun
„Hast Du Arbeit?“ - so werde ich von den Kindern begrüßt, wenn sie mich im Kindergarten, dem Kondensationspunkt unseres Projektes „Nachbarschaftsgarten Botnang“ erblicken. Wenn ich komme, dann gibt es was zu tun: Hochbeete bauen und befüllen, mit Sand die Wege durch den Garten markieren, Schotterfundamente für unseren Wassertank herstellen und durch rhythmisches Stampfen verdichten, Wackersteine entlang des Kindergartens säubern (was für ein riesen Spaß im Hochsommer, mit viel Wasser), Blumen und Gemüse aussähen und einpflanzen, diese pflegen und im Laufe des Gartenjahres ernten und genießen, in kleinen „Bautrupps“ mit Werkzeug und Gerät ins benachbarte Heim für Geflüchtete laufen, um dort einen Garten mit ebenfalls Hochbeeten, Bäumchen und Wassertank einzurichten, eine weitere Garteninsel im Familien und Nachbarschaftszentrum (FUN) und der SWSG erschließen und, und, und ……..
Kinder wollen dabei sein.
Alle Erwachsenen (die PädagogInnen, die Eltern, die Nachbarn, die Kooperationspartner, Ehrenamtliche) erfahren die gemeinsame Arbeit als Qualitätszeit, ganz im Sinne eines weiteren geflügelten Wortes aus Afrika: „ubuntu“-„ich bin, weil Du bist“.
Handlungsfeld: WEGE AUS DER ARMUT
-
2025:
07helf – dein Wegbegleiter für Stuttgart
Die Datenbankentwicklung biegt auf die Zielgerade ein. In enger Zusammenarbeit mit unserer Agentur haben wir 2025 intensiv an der Konzeption und technischen Umsetzung gefeilt. Durch den Austausch mit Stuttgarter Fachstellen haben wir weitere Bedarfe ermittelt, die nun zusätzlich entwickelt werden:
Raumverzeichnis: In Kooperation mit dem künftigen Engagement-Portal entsteht ein Verzeichnis für kostengünstig anmietbare Räume. Fachkräfte, Gruppen und Vereine finden hier passende Locations für regelmäßige Treffen oder Großveranstaltungen.
Kalenderfunktion: Ein intelligenter Kalender ermöglicht die Suche nach Angeboten in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Bildung und Begegnung – vom Nachbarschaftstreffen im Stadtteil bis hin zu regelmäßigen Kursangeboten.
KI-gestützte Suche: Eine moderne, vektorbasierte Suche sorgt für optimale Ergebnisse. Dabei läuft die Technologie sicher auf eigenen Servern, um den Datenschutz zu gewährleisten.
KISS und Jobcenter bündeln ihre langjährige Erfahrung. Gemeinsam mit technischer Unterstützung durch unsere Programmierer entsteht so eine innovative Plattform. Wir blicken gespannt auf die Onlineschaltung im Jahr 2026!
2024:
Finden statt suchen: Unterstützungsangebote in Stuttgart
Mit der Idee der „Unterstützungsdatenbank für Stuttgart“ begann es. Bei „07helf – dein Wegbegleiter für Stuttgart“ sind wir final gelandet. Die Namensfindung und das ausgearbeitete Design hat dem Projekt seinen Charakter gegeben. Künftig wird 07helf allen Bürger*innen, Angehörigen und Fachkräften zur Seite stehen und via Website durch die Angebote aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Bildung und Begegnung in Stuttgart leiten. 07helf hilft dir zu finden, was du suchst.
Die Hülle steht und eine sorgfältig ausgewählte IT-Agentur baut uns eine Datenbank nach modernsten Standards, die schon im Entstehungsprozess nach und nach mit Daten befüllt wird. – Wie? Wir stellen uns Fragen, finden Antworten und entwickeln eine Strategie. Nicht nur allein, die Erkenntnisse aus Austauschrunden mit anderen Bereichen fließen in die Entwicklung mit ein, wie z.B. mit Akteur*innen der Stadt Stuttgart. Und wir sind schon mittendrin! Nach vielen Einzelgesprächen fiel der Startschuss zum ersten Runden Tisch für „07helf“ im Herbst 2024. 2025 geht es weiter – und 07helf nimmt Form an. -
2025:
Im Netzwerk der Zahnärztinnen und Zahnärzte angekommen
Die Zahnmedizinische Sprechstunde für Menschen ohne Krankenversicherung MMMdental findet wöchentlich statt. Im vergangenen Jahr wurden 144 Behandlungen durchgeführt.
Die Bezirkszahnärztekammer Stuttgart hat die Schirmherrschaft für die Zahnmedizinische Sprechstunde übernommen. Bei der offiziellen Übernahme der Schirmherrschaft im September, an dem auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, von Kooperationspartnern und Förderern teilnahmen, wurde das Projekt MMM-dental vorgestellt sowie die mobile Behandlungseinheit präsentiert.
Die Unterstützung der Zahnärztekammer Stuttgart und der damit verbundene Zugang zur Zahnärzteschaft hat Wirkung gezeigt. Das Team der Zahnärzte rund um Dr. Gebhard Altenburger konnte um vier Zahnärztinnen und Zahnärzte erweitert werden. Weitere zwei Zahnärzte sind an einer Mitarbeit interessiert.
Das Team ist nun sehr gut aufgestellt und die wöchentliche dentale Versorgung mittelfristig gesichert.
2024:
Hurra - der Zahnarzt bohrt!
Die Vorbereitungen, um die neue Zahnmedizinische Sprechstunde für Menschen ohne Krankenversicherung zu starten, sind abgeschlossen. Mit der neuen Behandlungseinheit hat sich das zahnmedizinische Team der Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung bereits vertraut gemacht. Das Material für die Behandlungen ist einsortiert, der Weg für die Sterilisation der Instrumente ist definiert und Röntgenbilder können gemacht werden.
Seit im Mai 2024 die Kooperationspartner informiert wurden, finden nun die ersten Patientinnen und Patienten mit Zahnbeschwerden den Weg in die Praxis.
Obwohl die beiden ehrenamtlichen Zahnärzte bisher viele Zähne ziehen mussten, konnten sie auch zahlreichen Patientinnen und Patienten helfen - mit zahnerhaltenden Maßnahmen und kleinen prothetischen Versorgungen.
Für die Patientinnen und Patienten ist es eine gute Nachricht, dass die Praxis nun auch donnerstags geöffnet ist, werden sie doch andernorts nicht selten abgewiesen.
-
2025:
Das Team der Bahnhofsmission blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Aufgrund einer hohen Spende konnten im Rahmen des Ellens Treffs (Treff für Frauen) 2 Ausflüge für Frauen stattfinden. Ein Ausflug ging ins Museum der Illusionen mit anschließendem Essen bei Hans im Glück und der zweite Ausflug ging ins Planetarium zur Pink Floyd Vorstellung und anschließendem Essen in Carl´s Brauhaus.
Zudem sind die monatlich wiederkehrende Angebote des Quiztages und Bingoabendes gut angelaufen und beide Events sind stets gut besucht. Bei der Teilnahme erhalten die Gäste einen Gutschein für 5 kostenfreie Kaffees in der Bahnhofsmission Stuttgart.
Im Jahr 2026 planen wir weitere solcher Angebote die dann zusätzlich stattfinden werden. Eine Kooperation mit dem Gartenprojekt für Frauen ist ebenfalls angedacht. Hierzu werden im Rahmen des Ellens Treffs Angebote stattfinden. Außerdem begeben wir uns nun in die Planung für eine Kunstausstellung die voraussichtlich Ende 26 oder Anfang 27 stattfinden kann.2024:
Neuer Fahrplan mit mehr regelmäßigen Angeboten
Die Projektfinanzierung ermöglicht in der Bahnhofsmission Stuttgart verschiedene Angebote und Veranstaltungen für die Gäste. Ein großes Anliegen war es, ein regelmäßiges frauen*spezifisches Angebot zu etablieren. So entstand Ellens Treff in der Bahnhofsmission Stuttgart. 2 x pro Monat sind Frauen* eingeladen, die sich in sozialen- und/oder wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden. Mit der Zeit hat dies immer mehr Anklang gefunden und wir konnten viele Frauen* willkommen heißen. Die Stimmung bei Ellens Treff ist sehr gelassen und das Beisammensein entschleunigt vom Bahnhofstreiben. In der Adventszeit basteln wir Engel und Adventsdekoration.
Die Bahnhofsmission ist als Veranstaltungsort noch unbekannt und deswegen bei nicht regelmäßigen Aktionen eher wenig frequentiert. Um dies zu ändern, sind weitere regelmäßig stattfindende Angebote, wie z.B. Spieleabende, Lesenachmittage etc. für die Gäste geplant. -
2025:
Im zweiten geförderten Projektjahr wurde im Gartenprojekt wieder gearbeitet, gekocht und gegessen, gefeiert und viele gemeinsame Stunden genossen.
Die Personen, die am Gartenprojekt teilnehmen, wechseln immer wieder und letztes Jahr kam eine neue Frau zur Gartengruppe hinzu, die im Garten regelmäßig zuverlässig unterstützt und kurzerhand angedachte Arbeiten einfach anfängt und zu Ende brachte. Dies ist eine große tatkräftige Bereicherung!
Der Gemüseanbau war aufgrund von schwierigen Bedingungen leider nicht sehr ertragreich. Erst zu trocken, dann zu nass mit vielen Schnecken. Diese Misserfolge gehören leider dazu.
Im Laufe des Jahres kam es zu mehreren Besuchen der Kreativwerkstatt des Tagestreffs femmetastisch, bei denen wir gegrillt haben und zusammen eine gute Zeit hatten. Auch Gegenbesuche fanden statt und alle hatten viel Freude dabei. Wir freuen uns auf weitere Kooperationsbesuche!
Für das Jahr 2026 werden Besuche des Frauentreffs der Bahnhofsmission im Garten geplant und darauf freuen wir uns schon sehr!
Weitere TeilnehmerInnen sollen für das Gartenprojekt gewonnen werden. Eine Übernachtung im Sommer im Garten wird wieder ein Highlight des Jahres sein.
2024:
Ein kleiner Garten voller Seelenfrieden
Frau Mayer, die eigentlich anders heißt, sagte nach ihrer ersten Teilnahme beim Gartenprojekt: „Ich fühle mich seit sehr langer Zeit endlich mal wieder so richtig innerlich aufgeräumt.“Dank der Projektförderung können die Frauen seit diesem Jahr noch öfter und intensiver die wohltuende Wirkung der Natur und die körperlich aktiven Gartenarbeiten genießen. Das Kochen auf unserem Gartenherd macht allen große Freude und ist ein Fest für alle Sinne. Als großes Bauprojekt wurde eine Überdachung in Kooperation mit Bewohnern unseres vereinsinternen Männerwohnheimes erstellt, unter der wir unseren Holz-Arbeitsplatz gestalten wollen.
Traumatische Erlebnisse und andere überstandene Krisen aus der Vergangenheit verlieren mithilfe der Natur ihre zerstörerische Kraft, die Seele entspannt sich und ein friedvolles Gefühl macht sich breit. Eine Frau sagte ernsthaft: „Der Garten hat mein Leben gerettet.“
-
2025:
In der Kreativwerkstatt des Tagestreffs Femmetastisch ging es im Jahr 2025 bunt zu. An zwei Nachmittagen in der Woche gab es – und gibt es auch in 2026 weiterhin - die offene Kreativwerkstatt, die stets gut besucht war. Zwischen 5 und 10 Frauen, manchmal auch noch mehr, kamen zum kreativen Werkeln, das sowohl jahreszeitlich orientiertes Basteln als auch freies Gestalten mit diversen Malmitteln umfasst. Besondere Projekte wie Papierschöpfen im Sommer, Bälle filzen oder auch Schmuck herstellen, stießen auf große Begeisterung. Ebenso Besuche in Ausstellungen in der Umgebung. In einer frauenspezifischen Einrichtung werden besondere Tage wie der 8. März oder der 25. November – internationaler Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen – natürlich mit einem extra Programm in der Krea bedacht. Ein besonderes Highlight in 2025 stellte die Vernetzung mit dem ebenfalls von Mittendrin unterstützten Gartenprojekt von Nina Fay vom Käthe-Luther-Haus dar. Gegenseitig besuchten wir uns mehrmals: zum Grillen im Garten oder Basteln in der Krea. Und einfach, um die Gemeinschaft und Verbundenheit unter Frauen zu feiern. Das ist auch der Ausblick ins neue Jahr: Kreativität und Networking werden lebendig sein.
2024:
Mit Scherenschnitt zu Struktur und Sicherheit
In der Kreativwerkstatt im Tagestreff Femmetastisch in Stuttgart gibt es themenbezogene Projekte, bei denen die Frauen beispielsweise mit verschiedenen künstlerischen Materialien und Farben basteln.
Im Vordergrund stehen dabei die individuelle Gestaltung sowie die freie kreative Entfaltung der Frauen. Gemeinsam mit einer Mitarbeiterin reflektieren sie ihre kreative Arbeit, um einen Bezug zu Alltagsproblemen herzustellen. So werden die Frauen dazu angeregt, kreative Lösungen in ihren Alltag zu integrieren. Damit soll die psychische Gesundheit der Besucherinnen stabilisiert werden.
Das Entdecken und Umsetzen der Kreativität fördert Selbstheilungskräfte und ermöglicht Lebensfreude. Gleichzeitig bietet das kreative Arbeiten eine Tagesstruktur, die den Frauen ein Gefühl von Stabilität und Sicherheit vermittelt. Die Kreativwerkstatt bietet gemeinsame Zeit und ist ein Ort, wo alles ausprobiert, erfahren und geteilt werden darf – zwischen Farbpinseln, Scheren und Papierschnipseln. -
2025:
Das Projekt Einstieg in die Arbeit der BruderhausDiakonie blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Wir freuen uns, dass inzwischen alle drei Stellen besetzt sind und sich die Zusammenarbeit gut eingespielt hat. Durch den Einsatz von Genesungsbegleiter*innen können wir die Teilhabeangebote für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung nun noch partizipativer gestalten und neue Wege erproben. Ein Highlight bleibt das Kunstprojekt, in dem Teilnehmende ihre eigenen Ausdrucksformen entdecken können. Besonders schön – und ein echter Gewinn für das Selbstvertrauen – sind die Ausstellungen und Vernissagen im Rahmen des Cafés im Dach, die zeigen, wie viel Kreativität in den Werken steckt. Neu hinzugekommen sind Kochgruppen an den Wochenenden in verschiedenen Wohngemeinschaften – ein Angebot, das nicht nur praktische Fähigkeiten vermittelt, sondern auch Gemeinschaft schafft. Für das kommende Projektjahr nehmen wir uns vor, unsere Genesungsbegleiter weiterhin eng zu begleiten, damit sie gut im Arbeitsalltag ankommen und bleiben können. Zudem wollen wir mutig neue Angebote ausprobieren und – wo es möglich ist – auch Übergänge in höherprozentige Arbeitsverhältnisse unterstützen.
2024:
Wenn eine Krankheit plötzlich Sinn macht
Anfang des Jahres startete das Projekt Einstieg in die Arbeit der BruderhausDiakonie. Ziel ist, Menschen mit psychischer Erkrankung den Einstieg ins Arbeitsleben zu ermöglichen. Der Fokus liegt auf Genesungsbegleitung: Hier unterstützen Menschen mit eigener Krisen- und Krankheitserfahrung unsere Klient:innen im sozialpsychiatrischen Bereich.Das Projekt wirkt auf vielen Ebenen: Klient:innen erhalten neue Blickwinkel im Umgang mit der Erkrankung, Genesungsbegleiter:innen erleben Anerkennung und eine sinnvolle Aufgabe, Fachkräfte reflektieren durch den Austausch die eigene Haltung.
Im Sommer konnten wir zwei Personen einstellen. Beide leisten großartige Arbeit – von kreativen Kunstprojekten bis zu wertvollen Einzelgesprächen mit Klient:innen. Für die dritte Stelle suchen wir noch und bleiben dran.
Die Rückmeldung von einem neuen Kollegen hat uns besonders berührt: „Jetzt macht meine Krankheit endlich Sinn.“ Das ist für uns die schönste Bestätigung, wie wichtig Genesungsbegleitung ist.
-
2025:
„Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten [Klick]“ – In diesem Sinne diente der Media-Raum vielen Menschen als Tor in die digitale Welt, das für viele lange verschlossen war. So konnten sowohl bekannten als auch neuen Besucher*innen „Klick für Klick“ der Weg zu mehr digitaler Teilhabe ermöglicht werden.
Dieses Jahr war geprägt von vielen kleinen Schritten mit großer Wirkung, von gemeinsamem Lernen und persönlichen Erfolgen, vom Abbau von Hürden und Aufbau von Kompetenzen – mit teils erheblichen Auswirkungen auf die Selbstwirksamkeit und Lebenswelt der Besucher*innen. Besonders berührend waren die Einzelberatungen. Hier ging es nicht nur um Technik, sondern um Lebensrealitäten: Jeder Klick war ein Schritt in Richtung Selbstständigkeit und -vertrauen. Es sind die Themen und Geschichten der Menschen, die diesen Raum mit Leben füllen.
Wir beabsichtigen, auch künftig diese Dynamik und Entwicklung fortzuführen: Digitale Teilhabe zu ermöglichen, Ängste und Hürden abzubauen sowie bestehende Kompetenzen weiter zu fördern. Angesicht der stetigen Entwicklung im digitalen Bereich, sollen zudem die Inhalte der Schulungsangebote stetig um aktuelle Themen erweitern werden.
2024:
World Wide Web für Wohnungslose
Eva’s Media-Raum ist ein niederschwelliges Angebot, das Menschen in prekären Lebenslagen den Zugang zur Teilhabe an der digitalen Welt ermöglicht. Mit dem Projektstart im Jahre 2020 ist es ein innovatives Vorreiterprojekt im Bereich der Digitalisierung in der Wohnungsnotfallhilfe, das über die Jahre großen Zuspruch erfährt. Das Angebot fördert digitale Teilhabe, indem die Teilnehmenden unterstützt werden, grundlegende digitale Fähigkeiten zu erlernen und anzuwenden – sei es zur Wohnungssuche, für Behördengänge und -kommunikation oder soziale Vernetzung.
So fördert eva’s Media-Raum nicht nur digitale Kompetenzen, sondern auch die Selbstbestimmung und aktiven Teilhabe in einer zunehmend digitalen und vernetzten Welt. Das Projekt setzt auf Empowerment durch praktische Mediennutzung und ermöglicht den Teilnehmenden, aktiv am digitalen Leben teilzuhaben, was in der Obdach- und Wohnungslosenhilfe eine einzigartige Chance darstellt.
Das macht eva's Media-Raum mehr als nur zu einem physischen Ort – er ist ein Tor zur digitalen Welt für Menschen am Rande der Gesellschaft.Die Finanzierung von „Mittendrin“ hat es uns ermöglicht, dieses wichtige und einmalige Angebot in der Wohnungsnotfallhilfe um ein weiteres Jahr zu verlängern und somit weiterhin die digitale Teilhabe von Menschen in prekären Lebenslagen zu verbessern. Im laufenden Jahr 2024 (Januar – Oktober) können soweit insgesamt 1108 Besucher verzeichnet werden, somit ein Durchschnitt von 110 monatlichen Besuchern.
-
2025:
Wir blicken auf ein äußerst erfolgreiches Projektjahr 2025 zurück. Insgesamt haben sich 685 Jugendliche aus dem Großraum Stuttgart bei PLAN A angemeldet, um Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu erhalten. Neben 434 Erstgesprächen konnten wir über 30 Workshops und Veranstaltungen zur Berufsorientierung an Schulen und bei FSJ-Trägern durchführen. Ergänzend dazu fanden drei Jobcamps sowie eine Ausbildungsmesse statt. Besonders erfreulich ist, dass wir 76 junge Menschen erfolgreich auf ihrem Weg in eine Ausbildung begleiten konnten. Rückmeldungen wie „Ohne euch hätte ich das nicht geschafft“ belegen den großen Nutzen unseres Angebots für die Teilnehmenden.
Auch 2026 möchten wir diese positive Entwicklung fortsetzen. Ein Höhepunkt wird erneut unsere Ausbildungsmesse in der Sparda-Welt im März sein. Darüber hinaus wollen wir Jugendliche nicht nur beim Übergang, sondern auch während der Ausbildung mit Nachhilfe- und Workshopangeboten noch intensiver unterstützen. Dies ist durch den Umzug an unseren neuen Standort im Juni 2025 mittlerweile auch möglich. Zudem planen wir, unsere Arbeit weiter zu verstetigen und neue Möglichkeiten der Eigenfinanzierung zu prüfen.
2024:
Jobs für Jugendliche, die durchs Raster fallen
Guten Morgen, ich habe einen Anruf erhalten, der Kindergarten hat mich angenommen!" - Ercin, 16 Jahre, fand dank PLAN A eine Ausbildung als sozialpädagogischer Assistent.
Das Schönste an unserer Arbeit bei PLAN A ist die Rückmeldung der Jugendlichen, wenn sie den Weg in ihre berufliche Zukunft gefunden haben. Durch die langfristige „Mittendrin“-Förderung hat sich unser Projekt deutlich weiterentwickelt: Erstmals können wir gezielt Jugendliche an Stuttgarter Schulen, Jugendeinrichtungen und durch direkte Streetwork ansprechen und unterstützen. Mehr als 500 junge Menschen wurden so dieses Jahr schon erreicht. Langfristige Partnerschaften, wie etwa mit der JVA Stammheim, stärken unsere Arbeit nachhaltig. Wir freuen uns, dass unsere Angebote nicht nur von Schulen angenommen, sondern auch von Jugendlichen selbst weiterempfohlen werden – ein Vertrauensbeweis, der motiviert.
Jede Erfolgsgeschichte zeigt: Die Förderung wirkt. Gemeinsam schaffen wir Chancen für eine bessere Zukunft.
Die Jury setzte sich je nach Förderschwerpunkt aus verschiedenen Teilnehmer:innen zusammen. Unser Bild zeigt eine der Gruppen auf den mehrtägigen Sitzungen.