Neue Wege ins Engagement
Bürgerschaftliches Engagement stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie.
Viele Bürger:innen sind bereit, sich ehrenamtlich zu engagieren – gerade im Übergang vom Beruf in den Ruhestand.
In den kommenden Jahren treten viele Menschen in Stuttgart in den Ruhestand. Mit ihnen verfügt die Stadtgesellschaft über wertvolle Erfahrungen, Kompetenzen und Netzwerke. Gleichzeitig suchen zahlreiche Organisationen engagierte Menschen, die ihr Wissen, ihre Zeit und ihre Fähigkeiten für das Gemeinwohl einbringen möchten.
Die Robert Bosch Stiftung und die Bürgerstiftung Stuttgart haben sich auf den Weg gemacht, ein Modellvorhaben für dieses bürgerschaftliche Engagement zu entwickeln. Zusammen mit gemeinnützigen Organisationen und Institutionen werden wir neue Wege ins Engagement eröffnen und Menschen im Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand dabei unterstützen, passende Möglichkeiten für gesellschaftliches Engagement zu finden.
Dafür braucht es Pionierorganisationen, die bereit sind, Engagement neu zu denken, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen und Menschen mit ihren Erfahrungen und Kompetenzen wirksam einzubinden. Pionierorganisationen bringen ihre Erfahrungen ein, teilen ihr Wissen, sind offen für neue Wege und gestalten gemeinsam mit anderen Organisationen die Zukunft des Engagements in Stuttgart.
Sie verstehen sich nicht nur als Teilnehmende eines Förderprogramms, sondern als Mitentwickler:innen eines Models mit Strahlkraft über das Projekt hinaus.
Deshalb suchen wir zehn gemeinnützige Organisationen, konfessionelle und öffentlich-rechtliche Institutionen, insbesondere aus nachfolgenden gesellschaftlichen Handlungsfeldern: Soziales & Wohlfahrt; Bildung & Jugend; Kunst & Kultur; Sport & Bewegung; Umwelt, Klima & Nachhaltigkeit; Nachbarschaft & Quartier; Migration, Integration & Vielfalt; Gesundheit & Pflege; Krisenhilfe & Bevölkerungsschutz sowie Demokratie & Teilhabe.
Über einen Zeitraum von einem Jahr (01.11.26–31.10.27) entwickeln wir in einem partizipativen Prozess gemeinsam Strukturen, Prozesse, Standards, Qualitätskriterien, digital gestützte Koordinationswerkzeuge und passende Engagementfelder, die eine gelingende Einbindung neuer Engagierter aus oben genannter Zielgruppe ermöglichen. Dabei entsteht ein Netzwerk von Pionierorganisationen, die ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Ideen einbringen, voneinander lernen und gemeinsam Lösungen erarbeiten.
Als Pionierorganisation profitieren Sie von Austausch in einem starken Netzwerk, von der direkten Verbindung zu erfahrenen Menschen aus Wirtschaft und Gesellschaft und von fachlicher Begleitung durch unser Projektteam. Zudem stellen wir Ihnen die Nutzungsrechte für die digitale Engagement-Koordinationsplattform „five.plus” zur Verfügung und leiten Sie bei der Anwendung an. Um die erforderlichen personellen Kapazitäten für den einjährigen Entwicklungsprozess bereitstellen zu können, erhält jede der ausgewählten Organisation oder Institutionen eine Förderung von 10.000 Euro.
Die Rechnungslegung zur Mittelverwendung erfolgt über einen Sach- und Finanzbericht nach Abschluss des gemeinsamen Entwicklungsprozesses.
Ziel ist es, tragfähige Ansätze zu entwickeln, die sowohl den Bedürfnissen Engagement bereiter Menschen, als auch den Anforderungen der aufnehmenden Organisationen gerecht werden. Gemeinsam wollen wir eine Infrastruktur schaffen, die Engagement fördert, Kompetenzen sichtbar macht und langfristig zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Stuttgart beiträgt.
Bewerbungen über das untenstehende Formular sind bis zum 30.09.2026 möglich.
Im Anschluss entscheidet eine Jury bis zum 15.10.2026 über die zehn zu vergebenden Plätze.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne per Mail an: ausschreibung@buergerstiftung-stuttgart.de.
Vor diesem Hintergrund bieten wir auch drei offene, digitale Sprechstunden an: 12.08.2026, 02.09.2026 und 16.09.2026 jeweils von 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr. Den Zugangslink lassen wir Ihnen auf entsprechende Mailanfrage gerne zukommen.
Hinweise für die potentielle Zusammenarbeit:
Im Projektverlauf finden mehrere gemeinsame Arbeits- und Netzwerktreffen statt. Die Teilnahme an diesen Terminen ist ein wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit.
Bereits feststehender Termin: Auftaktveranstaltung des Pioniernetzwerks am Freitag, 06.11.2026, 09.30 bis 15.30 Uhr.
Weitere Netzwerk- und Arbeitstreffen finden im Jahresverlauf statt. Sämtliche Termine werden frühzeitig bekannt gegeben und gemeinsam abgestimmt.
Jede Pionierorganisation benennt zudem eine feste Ansprechperson, die den Entwicklungsprozess kontinuierlich begleitet. Diese Person nimmt an den gemeinsamen Terminen teil, koordiniert die Zusammenarbeit innerhalb der eigenen Organisation und bringt Erfahrungen, Fragestellungen sowie Erkenntnisse aktiv in das Netzwerk ein.