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Ausbildungscampus in den Startlöchern

Neuigkeiten

Ausbildungscampus in den Startlöchern

Daniel Thiemig

Runder Tisch der Bürgerstiftung Stuttgart entwickelt Ausbildungscampus für junge Ausbildungssuchende und Unternehmen

Flüchtlinge und Jugendliche mit Ausbildungshemmnissen besonders im Fokus

Wie kann es gelingen, Jugendliche und vor allem junge Geflüchtete, in Ausbildung und Arbeit zu bringen?

Wie bekommen Unternehmen die nötigen Informationen und Unterstützung, wenn sie Geflüchtete ausbilden und einstellen wollen?

Diese Fragen stellten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung an einem Runden Tisch der Bürgerstiftung Stuttgart. Jetzt steht das in diesem Gremium entwickelte Konzept des AUSBILDUNGSCAMPUS kurz vor der Umsetzung:

Junge Menschen – Flüchtlinge und andere Jugendliche mit Ausbildungshemmnissen – werden an einem Ort in der Stadt jede Unterstützung und Beratung bekommen, die sie brauchen. Dasselbe gilt für berufliche Schulen und Unternehmen, die ausbilden und Stellen besetzen möchten, aber noch vor offenen Fragen stehen. Das besondere dabei: die Arbeitsagentur, das Jobcenter, die Beratungsstellen von Sozial- und Jugendamt, die freien Träger, die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer Region Stuttgart werden auf dem AUSBILDUNGSCAMPUS vertreten sein und für die jungen Menschen und für Unternehmen als Servicepartner zur Verfügung stehen.

So können zum Beispiel junge Flüchtlinge auf dem Campus zukünftig ihre Kompetenzen systematisch ermitteln lassen, sich aber auch selbst einbringen und im Austausch gemeinsam voneinander lernen. Sie werden eine Beratung zur Berufsorientierung sowie einen Überblick zu Freizeit-, Kultur- und Engagementangeboten in der Stadt erhalten, werden am selben Ort weiter Deutsch lernen und Kontakte zu Paten knüpfen können. Außerdem sollen an diesem modernen Lernort Internet-Recherchen und PC-Arbeiten, wie z.B. das Erstellen von Bewerbungen möglich sein. Das Angebot soll niederschwellig und nah an der Lebenswirklichkeit sein. Der Ort einladend für alle jungen Erwachsenen, die ihren Weg in die Ausbildung nicht so einfach finden. Unternehmen werden auf dem AUSBILDUNGSCAMPUS Ansprechpartner finden, um beispielsweise Fragen zum rechtlichen Status, zu Fördermöglichkeiten und zu Begleitungsmodellen zu klären. Damit Veranstaltungen durchgeführt werden und Jugendliche zusätzliche Unterstützung erhalten können, wird es KoordinatorInnen geben, deren Finanzierung durch Unternehmen und Stiftungen gewährleistet wird, die am Runden Tisch teilgenommen haben.

Mit der Entwicklung des AUSBILDUNGSCAMPUS wollen wir die starre Trennung der Zuständigkeiten aufbrechen und eine Kooperation zwischen Verwaltung, Unternehmen und Zivilgesellschaft herstellen.
— Helga Breuninger, Vorsitzende der Bürgerstiftung Stuttgart.
Entwicklungsgruppe des Runden Tisches Flüchtlinge und Ausbildung im Projektbüro der Bürgerstiftung Stuttgart

Entwicklungsgruppe des Runden Tisches Flüchtlinge und Ausbildung
im Projektbüro der Bürgerstiftung Stuttgart

In konstruktiver Arbeitsatmosphäre haben Vertreter der Arbeitsagentur, des Jobcenters, des Sozial- und des Jugendamtes, des Referats Wirtschaft, Finanzen und Beteiligungen der Stadt Stuttgart, der Ausländerbehörde, der beruflichen Schulen, der Robert Bosch Stiftung, der IHK und der Handwerkskammer Region Stuttgart aber auch Vertreter von Unternehmen wie der Daimler AG, der Porsche AG und der Robert Bosch GmbH gemeinsam dieses Konzept entwickelt.

Die Stadt Stuttgart – ebenfalls Teilnehmerin am Runden Tisch – hat sich bereit erklärt, dieses einzigartige Modellprojekt zu unterstützen und wird die Mietkosten für die Unterbringung des AUSBILDUNGSCAMPUS im Cannstatter Carré übernehmen. So steht für Michael Föll, den Ersten Bürgermeister der Stadt Stuttgart fest:

Das ist eine Herausforderung – aber es ist absolut erforderlich, die Bildungschancen für alle Menschen nutzbar zu machen und sie so zu gestalten, dass Menschen unabhängig von Ihrer Herkunft und Ihrem sozialen Status daran teilhaben können.
Auftakttreffen des Runden Tisches Flüchtlinge und Ausbildung im Projektbüro der Bürgerstiftung Stuttgart

Auftakttreffen des Runden Tisches Flüchtlinge und Ausbildung
im Projektbüro der Bürgerstiftung Stuttgart

Maßgebend für alle Beteiligten war es, die bestehenden Leistungen der vielen Akteure in Stuttgart auf dem AUSBILDUNGSCAMPUS in Form eines ergänzenden Angebotes zu bündeln und gleichzeitig die jungen Arbeitssuchenden in die Entwicklung des Konzepts einzubeziehen. Die Bürgerstiftung Stuttgart hat diesen Prozess während der vergangenen 9 Monate moderiert und beschafft derzeit die nötigen Mittel zur Finanzierung der Koordinationsstellen.

Der AUSBILDUNGSCAMPUS ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur beruflichen Integration. Denn nur wenige Flüchtlinge kommen mit einer Ausbildung, wie wir sie kennen. Durch Aus- und Weiterbildung können wir sie aber in die Lage versetzen, hier einen Beruf auszuüben. Das ist unser Ziel: zum Nutzen der Flüchtlinge, unserer Gesellschaft und der Wirtschaft.
— Wilfried Porth, Vorstand Personal und Arbeitsdirektor, IT & Mercedes-Benz Vans der Daimler AG und Mitglied im Stiftungsrat der Bürgerstiftung Stuttgart

Getragen wird der AUSBILDUNGSCAMPUS von einem hierzu neu gegründeten Verein („Stuttgarter Bildungscampus e.V.“),  in dem Teilnehmer des Runden Tisches sowie drei Wohlfahrtsverbände und weitere Geldgeber mitwirken. Außerdem wird gerade ein großes Patenmodell entwickelt, für das sich Bürgerinnen und Bürger engagieren können.

Im Herbst 2016 soll der Ausbildungscampus seine Tore öffnen.
Über den aktuellen Verlauf informieren wir Sie weiterhin.


Ihre Ansprechpartnerin

Irene Armbruster
Geschäfstführerin der Bürgerstiftung Stuttgart

Telefon:  0711 722 351 20
E-Mail:    irene.armbruster@buergerstiftung-stuttgart.de